
Seit vielen Jahren ist eine meiner Herzensangelegenheiten die Begleitung von jungen Menschen in unterschiedlichen herausfordernden Lebensumständen und -phasen und Ihrem Umfeld. In unterschiedlichen Kontexten durfte ich einiges an Erfahrung anhäufen. In der Arbeit mit ihnen, ihren Lebenswelten und den ‚Schnittstellen‘ – ihren Eltern, Familie, Heim, Schulen, Psychiatrie usw. u.a. in der offenen Jugendarbeit, der Sucht- und Gewaltprävention, in einem sozialpädagogischen Setting, als Psychotherapeutin in einer jugendpsychiatrischen Einrichtung und in eigener Praxis.
Die Lebenswelt von Jugendlichen ist besonders durch das Spannungsfeld von Innenwelt und Aussenwelt gekennzeichnet. Der junge Mensch soll einerseits eine Reihe an Entwicklungsaufgaben bewältigen u.a. seine eigene Identität finden, aber auch gesellschaftlichen Erwartungen und Gegebenheiten entsprechen. Gelingt die Auseinandersetzung damit nicht oder nicht genügend, kann das zu einer grossen Belastung und auch zu psychischen Problemen führen. Das kann sich auf vielfache Art und Weise zeigen und kann die Entwicklung hemmen oder erschweren. Ich begleite und unterstütze Jugendliche und ihre Eltern in dieser Zeit.
Themen können z.B. folgende sein:
- Emotionale Störungen des Jugendalter – depressive oder ängstliche Symptome, Verweigerung oder Vermeidung z.B. Schulverweigerung und -abbruch, unangemessene Reaktionen auf Anforderungen und Kritik, Mutlosigkeit, Problem Gefühle/Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken, Schlafstörungen
- Pubertätskrisen
- sozialer Rückzug
- gehäuft Konflikte mit anderen
- Schulstress
- psychosomatische Beschwerden / körperlichen Beschwerden, die nicht organisch bedingt sind
- Ess- und Schmerzstörungen
- Selbstverletzung
- sozial unangepasste bis aggressive Verhaltensauffälligkeiten
- Bindungsstörungen
- Anpassungsstörungen und Posttraumatische Belastungsstörungen nach traumatischen Erlebnissen
- Trennungserlebnisse und Trauer
- Identitätssuche und Ablösung von der Familie in der Phase des Erwachsenenwerdens
- familiäre Probleme / Erziehungsfragen
- Sucht/Risikoreicher Konsum von Substanzen
Im Gespräch und durch den Einsatz verschiedener kreativer Methoden setzen sich die Jugendlichen mit ihren Ressourcen, Bedürfnissen, den an sie gestellten Erwartungen und den Erfahrungen auseinander. Ziel ist die Stabilisierung und Entspannung der Situation und das schaffen eines sicheren Bodens für die weitere Entwicklung.
Um Veränderungen im Alltag möglich zu machen, sind begleitend zur Therapie Gespräche mit den Eltern bzw. der Familie ein wichtiger Teil des Angebots.
In der Psychotherapie mit Jugendlichen gilt die gleiche Schweigepflicht wie in der Psychotherapie für Erwachsene. Dies bedeutet, dass ich gegenüber den Eltern genauso der Schweigepflicht verpflichtet bin, um die Therapieinhalte Ihres Kindes zu wahren.